Mein Schulalltag beginnt oft genauso wie bei vielen anderen Lehrkräften: In der ersten Pause stehen drei Schüler:innen vor mir, im Postfach warten neue Mails, und in 30 Minuten startet die nächste Stunde. Zeit bleibt da selten. Deshalb sage ich immer:
Ich habe keine Stunde Zeit – ich habe fünf Minuten. Und genau diese fünf Minuten müssen sitzen.
Ich unterrichte seit zwölf Jahren an der Gesamtschule Hüllhorst: Latein, Geschichte und Religion. Davor war ich Kaufmann im Einzelhandel. Vielleicht kommt daher mein Hang zu pragmatischen Lösungen. Wenn etwas funktionieren soll, dann schnell, zuverlässig und ohne Umwege.
Vor rund drei Jahren habe ich begonnen, Teachino zu nutzen. Nicht, um noch ein weiteres Tool im System zu haben – sondern um meinen Workflow zu optimieren.
Die Gesamtschule Hüllhorst wurde für ihren innovativen Einsatz von Technologie, Künstlicher Intelligenz und der Digitalisierung ihres Unterrichts im Dezember 2025 als Teachino Innovationsschule ausgezeichnet.
(Mehr zu den Innovationsschulen erfährst Du hier!)
Kleine Bots, große Wirkung: Wie ich meinen Unterricht modularisiert habe
Teachino, insbesonder die Chatbots, haben mich sofort überzeugt, weil sie sich wie ein flexibel erweiterbares System verhalten. Ich kann kleine, klar definierte Module bauen – meine Chatbots – die jeweils eine konkrete Aufgabe übernehmen:
- ein Bot für Vokabeltraining
- ein Bot für Formenbestimmung
- ein Bot für Syntax
- ein Bot für schnelle Wiederholungsphasen
Ich habe mir ein paar Nachmittage Zeit genommen und die Bots erstellt und muss sie so vor einer Stunde nur noch kurz anpassen. Jeder Bot deckt eine Aufgabenart ab und lässt sich unabhängig von den anderen erweitern, debuggen oder austauschen.
Diese Modularität reduziert meine Vorbereitungszeit massiv. Wenn jemand Unterstützung bei Formen braucht, öffnet er den Formen-Bot. Wenn jemand Vokabeln wiederholen muss, startet er den Vokabel-Bot.
Der „User-Flow“ ist dadurch klar definiert: Schüler:innen wissen, wohin sie klicken müssen und was dann passiert. Keine Erklärschleifen, keine zusätzlichen Arbeitsblätter. Und das Bemerkenswerte: Sie nutzen die Bots aus eigener Motivation.
Das ist für mich der ultimative Beweis, dass ein digitales Werkzeug praxistauglich ist.
Ein Beispiel aus meiner Praxis: Wie Standardisierung Vorbereitungszeit spart
Um greifbar zu machen, wie ich arbeite, hier ein Beispiel aus meinem Alltag.
Beispielprompt für Vokabel-Bot:
“Erstelle eine vollständige lateinisch-deutsche alphabetische Vokabelliste zu dem folgenden Text. Wichtig ist: Verben sollen in der zu erstellenden Liste im Infinitiv gefolgt von den Stammformen in Klammern angegeben werden, bevor die deutsche Übersetzung folgt.
Beispiel: „ducere (duco, duxi, ductum): führen“. Substantive sollen im Nominativ Singular, gefolgt von der Genitivform und der Angabe zum Geschlecht angegeben werden, bevor die deutsche Übersetzung folgt. Beispiel: „aetas, aetatis f.: das Zeitalter“. Adjektive sollen in allen drei Geschlechtern aufgeführt werden, bevor die Übersetzung folgt. Beispiel: „magnus,-a,-um: groß“ oder „omnis, omnis, omne: ganz“. Adverbien sollen hinter der lateinischen Form mit einem „(Adv.)“ gekennzeichnet werden, bevor die deutsche Übersetzung folgt. Beispiel: „certe (Adv.): sicherlich“.
Nenne bei allen Wörtern nicht die im Text vorkommenden Formen, sondern nur die jeweilige Grundform, so wie oben beschrieben.”
Auszug aus dem Vokabeltrainer Chatbot für Davids Schüler:innen
Dieser Prompt funktioniert wie eine sauber definierte Schnittstelle: klar strukturiert, identisch wiederverwendbar, kaum fehleranfällig. Ich kann ihn auf jede Vokabelliste anwenden – ohne Mehrarbeit und ohne Qualitätsverlust. (Und ja, langfristig ließen sich solche Prompts natürlich auch schulintern standardisieren – aber das ist eher ein Gedanke am Rande, als ein formuliertes Zielbild.)
Die Chatbots (auch Schüler-KI) von Teachino findest Du aktuell hier. Diese sollen aber schon bald direkt in die Materialien integriert werden, um ein möglichst flüssiges Arbeiten für Lehrkräfte und Schüler:innen zu ermöglichen. Einen weiteren Erfahrungsbericht zu den Chatbots findest Du übrigens hier.
Warum Teachino für mich kein „Technik-Tool“ ist, sondern ein Effizienzsystem
Teachino verändert nicht meinen Unterricht: Routineaufgaben werden automatisiert. Kognitive Ressourcen werden frei. Ich kann mehr Zeit dafür verwenden, was pädagogisch wirklich Wirkung erzeugt.
Für mich ist das wie eine Lastverteilung im Unterricht:
- Die Bots übernehmen repetitive Mikroprozesse.
- Ich übernehme die Tiefenarbeit: erklären, diskutieren, fördern, begleiten.
Das Ergebnis: Der Unterricht wird klarer strukturiert, effizienter und intensiver. Die Organisation tritt in den Hintergrund – das Lernen rückt in den Vordergrund.
Natürlich habe ich Ideen, wie man das System schulintern weiter strukturieren könnte – etwa über eine gemeinsame Bot-Bibliothek. Aber das ist ein Zusatzgedanke. Schon jetzt laufen meine Prozesse deutlich stabiler und verlässlicher als früher.
Mein persönliches Fazit zu Teachino
Teachino ist für mich kein digitales Add-on, sondern ein Workflow-Beschleuniger. Teachino macht meinen Unterricht effizienter, flexibler und motivierender. Es unterstützt mich bei der Differenzierung und eröffnet Schüler:innen gleichzeitig neue Möglichkeiten, digitale Lernwerkzeuge sinnvoll zu nutzen. Zusätzlich optimiert es meine Strukturen und schafft Raum für das, was pädagogisch wirklich zählt.
Für mich ist das eine der spannendsten Entwicklungen der aktuellen Bildungslandschaft.
Technologie, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern Prozesse erleichtert. Technologie, die nicht mehr Zeit kostet, sondern Zeit zurückgibt. Wenn ein Tool nach fünf Minuten einsatzbereit ist und echten Mehrwert erzeugt – dann verändert es Schule.
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Im Rahmen des Projekts Innovationsschulen zeichnet Teachino besonders engagierte Schulen aus, die Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz aktiv vorantreiben, Neues ausprobieren und ihre Lehrkräfte wie Schüler:innen nachhaltig stärken. Diese Schulen übernehmen eine Vorreiterrolle und zeigen exemplarisch, wie moderner, zukunftsorientierter Unterricht im Schulalltag gelingen kann – kreativ, effizient und empowernd. Gemeinsam setzen wir so ein Zeichen für zukunftsorientiertes Lehren und Lernen.
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